Spicken - Tipps

Spicken ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für einen Täuschungsversuch bei einer Prüfung. Meistens wird in der Schule gespickt, aber auch in der Berufsschule, bei Fahrprüfungen oder in der Universität werden immer wieder Täuschungsversuche aufgedeckt. Natürlich werden nicht alle Betrugsversuche aufgedeckt,  doch die Lehrer und Prüfer versuchen ihr Bestes um alle Spicker zu entdecken.
Aber die Schüler und Studenten entwickeln aber immer geschicktere und modernere Methoden um zu spicken, so dass es immer schwieriger wird diese zu enttarnen.  
Nicht jeder Lehrer sieht das Spicken ausschließlich als einen Betrugsversuch. Oftmals werden die Schüler sogar dazu angehalten sich einen Spickzettel zu erstellen. Da ein Spicker recht klein sein muss und nur wenige Informationen darauf vermerkt werden können, muss sich somit der Schüler im Vorfeld Gedanken machen, welche Infos er auf seinem Spickzettel vermerken will. Aufgrund dessen muss er den gesamten Unterrichtsstoff durchgehen und durchlesen um sich die wichtigsten Informationen herauszuschreiben und diese zusammen zufassen. Damit hat der Schüler oft mit dem erstellen des Spickers mehr Zeit verbracht als mit dem eigentlichen Lernen, dabei aber zudem auch viel mehr gelernt!
Die ursprünglichste Methode zu spicken ist ein kleiner Zettel der unter dem Tisch oder im Mäppchen des Schülers versteckt ist. Der Spicker ist meist mit vorher ausgearbeiteten Texten bedruckt, die auf ein Minimalformat herunterformatiert wurden. Auf diese Spickmethode achten die Lehrer und Prüfer meistens besonders, denn oftmals haben sie früher dieselbe Methode zum spicken genutzt.
Eine neuere Methode zu spicken ist das beschriften von Lebensmitteln. Man kann zum Beispiel einen Text in eine Tafel Schokolade einritzen oder mit einem Bleistift auf einen Apfel schreiben. Der Vorteil an diesen Spickern ist es das man sie direkt nach der Verwendung vernichten kann.
Hinzu kommen die technisch modernen Methoden zu spicken: beispielsweise kann man in modernen Taschenrechnern Formeln speichern. Deshalb werden diese bei Klausuren und Schularbeiten öfters verboten. Aber auch das Handy kann zum spicken genutzt werden. Entweder kann man sich die Lösungen für die Klausur auf die eigene Handymailbox sprechen und diese bei einem Toilettengang abhören. Ebenso gut kann man sich einen Spickzettel auf der Toilette deponieren und diesen durchlesen sobald man ein dringendes Bedürfnis vortäuscht. Dann ist allerdings die Gefahr das jemand anderes den Spickzettel findet relativ hoch.
Auch eine gute Methode zum spicken ist es die Texte die man sich auf ein Mäppchen oder auf den Tisch schreibt einfach zu verschlüsseln. So kann aus einer Jahreszahl zum Beispiel eine Handynummer werden. 1930 – 1968 könnte zur Handynummer 0176/19301968 werden. Texte können mit einem einfachen Verschlüsselungscode zu einem Spicker umgewandelt werden.
Ein gutes Motto beim Spicken ist meist: Frechheit siegt!
Wer sich einfach einen „Schmierzettel“ zuhause vorbereitet und ihn während der Klausur in einem unbeobachteten Moment aus der Tasche holt, kann immer behaupten diesen während der Klausur gefertigt zu haben. Bei dieser Art von Spickern ist es natürlich wichtig, das man den selben Stift verwendet wie bei der Klausur. Zudem sollte man den Spicker am besten ganz frech mitten auf den Tisch legen und ihn ganz offensichtlich in die Hand nehmen und durchlesen.
Es gibt unzählige weitere Methoden zu spicken. Viele davon sind im Internet in ganz eigenen Spick-Foren aufgeführt. Ob und wie man spickt sollte jeder für sich selber entscheiden. Denn wer beim spicken erwischt wird, hat meist das Nachsehen. Er wird mit einer schlechten Note oder gar einem Rauswurf bestraft und meist bei zukünftigen Klausuren so genau beobachtet, dass er nicht einmal mehr vom Nachbarn abschreiben kann.